Hund

Sudieren mit Hund…?

Wer mich kennt weiß, dass ich einen mittlerweile 2 Jahre alten Hund habe und gleichzeitig auch Studentin bin.

Mit diesem Blogpost will ich allen die sich einen Hund während dem Studium anschaffen wollen erklären wie ich es schaffe Hund und Studium zu kombinieren.

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Es geht nämlich. Mann muss aber die richtigen Voraussetzungen haben.
Als ich ungefähr 15/16 Jahre alt war, hatte ich mir in den Kopf gesetzt, dass ich einen Hund will. Und das am besten sofort.
So wie in jeder 3. Familie hieß es dann den ganzen Tag: „Wieso darf ich keinen Hund haben?“… „Aber ich würde mich doch um ihn kümmern“… „Aber ich würde doch immer mit ihm Gassi gehen!“…usw.
Natürlich kann man als Schüler/in nicht wirklich die Verantwortung für einen Hund (und vor allem nicht für einen Welpen) tragen, und sich ganz alleine um das Tier zu kümmern, hätte bei mir auch auf keinen Fall funktioniert. Das hatte ich dann auch irgendwann eingesehen und mein Plan änderte sich ich: „Nach dem Abi hole ich mir einen Hund!“

Gesagt getan. Da ich sowieso meine meiste Freizeit damit verbrachte, mir auf den Internetseiten der örtlichen Tierheime die Tiere anzusehen, wusste ich sofort wenn ein Tierheim Welpen hatte.
Sobald es welche gab, zwang ich meine Familie mit mir ins Tierheim zu fahren und sie anzuschauen.
2 Wochen später konnten wir den damals 14 Wochen alten Rüden mit nach Hause nehmen.

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Das führt mich zu meinem ersten Tipp:
Holt euch den Hund bevor das Studium anfängt oder in den Semesterferien. Wenn ich mich an den ersten Monat mit Dobby erinnere, fällt mir als erstes das Aufstehen um 4 Uhr morgens ein wenn er aufs Klo muss. Als nächstes dann, das man ihn keine Sekunde aus den Augen lassen konnte.
Ich hatte nach dem Abi 5 Monate nichts zutun und konnte mich super der Hundeerziehung widmen. Also in die Hundeschule gehen, ihn erziehen, ihn an Sachen wie: Autofahren, Großstadt, Essen gehen und alles was eben dazu gehört gewöhnen. (Ich nehme meinen Hund überall hin mit wo es geht, weshalb mir die Sozialisierung sehr wichtig war.)

Dann rückte das Studium immer näher und wir fingen an uns nach einer Wohnung zu erkundigen.
Findet mal eine erschwingliche Wohnung in Uninähe wo Hunde erlaubt sind. Das wird ganz schön schwer. Zuhause wohnen zu bleiben ist natürlich dann Optimal. (Wenn die Eltern Hunde mögen.)
Ein weiterer Tipp ist dann: Wer in eine kleine ein Zimmer Wohnung auszieht, sollte sich möglichst einen kleinen Hund anschaffen. Zweifelsohne wird der Hund ein paar Stunden alleine dort verbringen, und eine 70 Kilo Dogge alleine auf 25 qm kann eigentlich nicht gut gehen.

Als das Studium anfing, ließ ich den Hund erstmal bei meinen Eltern. Ich brauchte erstmal einen Überblick über meine Kurse, Vorlesungen, Seminare und so weiter. Erst als ich ungefähr wusste, wie viel Zeit ich jeden Tag in der Uni verbringen würde nahm ich den Hund wieder zu mir.
Ich studiere Architektur, was an sich ein sehr aufwendiges Studium ist. Aber wir haben viel Zeit um an unseren Projekten zu arbeiten, was wir auch Zuhause machen können.
So muss mein Hund eigentlich nie mehr als 4 Stunden alleine bleiben.
Mit dem Auto brauche ich 10 min zur Uni und kann deshalb auch mal zwischendurch kurz nach Hause kommen um mit dem Hund zu gehen. Hund mit in die Uni nehmen geht eigentlich nicht. Höchstens einen kleinen, erwachsenen Hund der ruhig und ausgeglichen ist würde ich mit nehmen. Dobby (Kniehoch) wäre mich schon zu groß.

Es gibt auch bei meinem Studium Tage an denen ich den ganzen Tag in der Uni verbringen muss. Wenn solche Tage geplant sind, gebe ich den Hund zu meinem Eltern. Es ist immer gut eine Notunterkunft für den Hund zu haben wo er sich wohl fühlt. Bei meinen Eltern ist eigentlich immer einer Zuhause also kann ich mich immer darauf verlassen das sie den Hund nehmen wenn ich mal keine Zeit habe.

Das Fazit ist also, dass studieren mit Hund auf jeden Fall geht. Ich würde euch aber dazu abraten, wenn ihr mit kleinen Hunden nichts anfangen könnt, ihr ein Studium habt, wo ihr vom morgens um 8 bis Nachmittags um 4 Vorlesungen habt oder ihr niemanden habt der euch mal helfen kann wenn ihr zu viel zu tun habt. Außerdem fordert die Hundehaltung auch Opfer. Jeden Tag abends feiern gehen geht dann nicht mehr. Spontan irgendwo übernachten wird auch schwer. Und dann kommt auch noch dazu das der Hund auch etwas kostet.

Solche Warnungen ließt man im Internet aber überall wenn es um das Thema Hundehaltung geht.
Ich kann euch aber ein bisschen beruhigen. Denn auch wenn überall steht, das ein Hund nie allein sein sollte, höchstens 4 Stunden am Tag oder das ein Hund jeden Tag 3 Stunden Auslauf braucht und dazu noch Kopfarbeit machen muss, währe das natürlich optimal aber ist nicht unbedingt nötig.
Mein Hund ist auch zufrieden wenn ich Morgens nur 10 Minuten mit ihm rausgehen. (Wenn ich um 8 in der Uni sein muss) Wenn ich um 10 wieder komme, gehe ich dann halt noch mal eine halbe Stunde mit ihm. Manchmal lässt es sich auch nicht vermeiden, dass er 4 bis 5 Stunden am Stück alleine sein muss, aber auch das verkraftet er. Solange es nicht jeden Tag in der Woche so ist, finde ich es vertretbar. Hunde verkraften mehr als manch einer denkt.
Ich persönlich bereue es nicht mir den Hund zugelegt zu haben. Dobby macht jeden Tag Spaß und ist eine gute Ablenkung zum stressigen Uni-Alltag.

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Ich hoffe der Post hat manchen weiter geholfen.
Liebe Grüße
Clara

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